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Bundesfinale Tischtennis

Schulinternes „Pichelmayergassenturnier“

Um die Kinder der Pichelmayergasse optimal für das Bundesfinale, welches nur alle 2 Jahre stattfindet, vorzubereiten, wurde am 26. März ein schulinternes Tischtennisturnier organisiert. Dieses Turnier hatte aber nicht nur den Zweck, den erfolgreichen 4 Buben und 4 Mädchen unserer Schule noch die letzte Motivation für das Finale in Kufstein zu verpassen und sie in den Turniermodus zu versetzen, sondern es war auch das Ziel Nachwuchsarbeit zu betreiben, um neue Talente zu entdecken. Das nächste Bundesfinale findet in 2 Jahren in Vorarlberg statt und so wurden alle jungen Talente von heute mit Weitsicht für das kommende Bundesfinale sehr genau beobachtet.

Dieses freundschaftliche interne Pichelmayerturnier hatte auch den Zweck, dass Anfänger durch Beobachtungen und Gespräche viel von den Fortgeschrittenen lernen.

Auch wenn viele neue Talente entdeckt wurden, war das Semifinale wieder etwas für die „großen Vier“: Die „Tischtennisprofis“ Samuel Netzer (3A), Julian Wolf (4G), Christoph Stamminger (4G) und Florian Binder (3E) machten sich den Sieg untereinander aus. Es war ein Finale unter guten Freunden. So war auch die Spielweise und Taktik des Gegenübers aufgrund der vielen gemeinsamen Trainings keine Überraschung. Schließlich setzte sich in einem packenden Finale Samuel Netzer gegen Florian Binder durch. Im kleinen Finale um Platz 3 gewann Christoph Stamminger gegen Julian Wolf.

Bundesfinale Buben

Am 1. April war der Höhepunkt des Jahres in der Tischtennisgeschichte unserer Pichelmayergasse: Es ging es zum österreichischen Finale nach Kufstein.  Gespielt wurde dabei von 8:00 früh bis um 21:00 am Abend. Diese Matches gingen physisch und psychisch an niemanden so spurlos vorbei. Vor allem wenn das 9. das entscheidende und Match zwischen den beiden Schulen oft im 5. Satz entschieden wurde. Dabei waren auch die Nerven der Trainer, die mit Timeouts oder taktischen Umstellungen in die Matches so gut wie möglich eingreifen wollten, bis auf das Äußerste gespannt.

Unsere Schüler Julian Wolf, Samuel Netzer, Florian Binder und Christoph Stamminger hatten als Wiener Meister im Bewerb „Unterstufe Vereinsspieler“ das allerschwerste Los erwischt. Es ging darum, gegen die Vereinsspieler und auch manchmal Landesmeister der jeweiligen Bundeländer im Bewerb „Unterstufe Vereinsspieler“. Unser Pichelmayerteam hatte nur einen Vereinsspieler (Julian Wolf), wir trafen aber nun auf 9 andere Bundesländer, deren Mannschaft nicht nur mit 4 Vereinsspielern gespickt war, sondern auch auf jemand, der den oberösterreichischen, Kärtner, … Tischtennismeister in ihren Reihen hatte. Nach einem unglaublichen dramatischen Spiel meinte beispielsweise Samuel Netzer: „Herr Professor - Ich glaube, ich habe gerade gegen ein „Känguru“ gespielt. Dieser Junge hat jeden Smash von mir retourniert und ist dafür sogar bis zu 2 Meter hoch gesprungen und die Wand hinter sich hochgelaufen um den Ball zu erwischen und auch noch zurückzuspielen!“ Bei dieser ausgesprochen schweren Aufgabe ist es umso bemerkenswerter, dass wir am Ende von 3 ausgesprochen anstrengenden Tagen in der Gesamtwertung sogar 6. wurden. Wenn man bedenkt, welche Tischtennisprofis wir in extrem engen Partien, die auch von vielen „Mätzchen“ mancher erfahrener Gegner geprägt waren, besiegten, war es das Maximum und umso bemerkenswerter, dass unsere Schüler den 6. Gesamtrang herausgeholt haben.

Eine kleine Anmerkung an dieser Stelle: Das De Lasalle Gymnasium, welches im dramatischen Wiener Schultischtennisfinale im Bewerb vereinslos 5:4 gegen uns gewonnen hatte, spielte so im Bundesfinale im 3. Bewerb: „Unterstufe vereinslos“ und kam bis ins Finale, wo sie gegen das Gymnasium Hartberg ganz knapp mit 4:5 verloren. Was wäre da wohl für unsere Schüler drinnen gewesen, hätten wir uns auch noch für den etwas „einfacheren“ Bewerb für das Bundesfinale qualifiziert…..?!

Bundesfinale Mädchen

Bei den Mädchen lief es sogar noch besser: Valeria Buric (2G), Maria Petric (3A), Lisa König (3C) und Anastasia Buric (3D) starteten mit 3 Siegen gegen die NMS Mattsee (5:2) , SMS Netzing (5:1), und die NMS Griffen (5:1) ganz fulminant in dieses Turnier des österreichischen Bundesfinales. Als hätte jemand das Drehbuch dafür geschrieben, folgte genau als 4. Gegner die SMS Wels, welche ebenfalls wie die Pichelmayergasse 3 Siege hatte. Es ging also um den ersten Platz, um den einfacheren Gegner, den man aus der anderen Gruppe in den Kreuzspielen hatte, zu bekommen.


In diesem wichtigen Match gewannen am 2. April die Mädchen der Pichelmayergasse denkbar knapp, nach 3 Stunden hartem Kampf mit 5:4, wobei Maria Petric im 9. Spiel das entscheidende Match für uns entschied. 

Dadurch bekamen unsere Mädchen den Niederösterreichischen Meister, und Zweitplatzierten aus der Parallelgruppe, die MS Laa/Thaya als Semifinalgegner. Leider war dieses Match noch packender als das davor, sodass man als Trainer kaum mehr „hinsehen konnte“. Zahlreiche Timeouts prägten dieses Duell, welches ebenfalls an die 3 Stunden dauern sollte. Es wurde zu allen Mitteln gegriffen, denn die Gegner versuchten es u.a. auch mit der Reklamation, dass unsere Mädchen nicht mehr das weiße Pichelmayergasse T-Shirt tragen durften, weil dadurch der weiße Ball schlechter sichtbar wäre. Auch mit sehr fragewürdigen Beschwerden von möglichen Tischberührungen versuchten unsere Gegner die Mädchen der Pichelmayergasse aus dem Konzept zu bringen, doch immer wieder kämpften sich unsere Mädchen angetrieben von einer mental sehr starken und entfesselt spielenden Valeria Buric, die es selbst kaum auf der Trainerbank hielt und die vehement mitcoachte, in bereits verloren geglaubten Partien zurück und gewannen schließlich noch mit 5:4. Zu diesem Zeitpunkt war übrigens unsere bis in die Haarspitzen motivierte Valeria Buric auch noch das beste Mädchen im österreichischen Bundesfinale.

Damit war klar: Die Mädchen der Pichelmayergasse spielten am 3. April das große Finale um den österreichischen Meistertitel gegen den steirischen Meister das Gymnasium Hartberg, welcher wie wir im Turnier alles gewonnen hatte. Diese Mannschaft zeigte sich mit so einer Kompaktheit und überhaupt keinen Schwächen. Auch das Glück, welches wir in den Runden davor noch hatten, wo das eine oder andere verloren geglaubte Match zu unseren Gunsten kippte, war uns in diesem Finale nicht mehr hold, und wir verloren mit 2:5 und erreichten schlussendlich den sensationellen 2. Platz.

(Mag. Michael Zottl)

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